Karmel Rödelmaier

Wo hast du dich verborgen,

Geliebter, und hast mit Seufzen mich zurückgelassen?

Dem Hirsch gleich bist entflohen,

nachdem du mich verwundet;

ich lief hinaus, dir nach, ich schrie, doch warst du weggegangen.

 

Ihr Hirten, wenn ihr geht

durch Hürden dort hinan auf Berges Höhe

und ihn durch gute Fügung seht,

den ich am meisten liebe,

so sagt ihm: Ich verschmachte, leide, sterbe.

 

Nach meiner Liebe suchend,

werd' über Berge ich und Auen laufen,

und keine Blumen pflücken,

noch wilde Tiere fürchten,

und Festungen und Grenzen überschreiten.

 

Ihr Dickichte und Wälder,

gepflanzt von des Geliebten Hand!

O Wiese, überreich an Grünem,

geschmückt mit bunten Blumen!

Sagt mir, ob er durch euch ist hingegangen?

 

In: All mein Tun ist nur noch Lieben, Geistlicher Gesang B, herausgegeben, übersetzt und eingeleitet von Ulrich Dobhan OCD und Elisabeth Peeters OCD, Herder 2019

Betrachtendes Gebet

Ich bitte euch ja gar nicht, dass ihr an ihn denkt oder euch viele Gedanken macht oder in eurem Verstand lange und subtile Betrachtungen anstellt; ich will nicht mehr, als dass ihr ihn anschaut.

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P Maria Eugen

 

 

 

Ich will Gott schauen

(Sel. P. Maria-Eugen Grialou OCD)

 

 

 

 

Geistlicher Impuls

Selbsthingabe

Die völlige Selbsthingabe ist die Grundhaltung Christi und darum eine fundamental christliche Haltung.[...]

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Die Seele ist in Gott und Gott ist in ihr.

Sel. P. Maria-Eugen Grialou